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Wildcamping 2.0

Wir zeigen dir alternative Camperstellplätze!

Das Jahr 2020 werden wir wohl für immer mit den Ereignissen rund um das Coronavirus verbinden und wohl eher nicht in positiver Erinnerung behalten. Bei all dem Leid in gesundheitlicher, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Hinsicht fällt es selbstverständlich schwer, positive Ansätze zu suchen.

Auch im Bereich Camping war das Jahr geprägt von Einschränkungen, Verhaltens- und Hygienemaßnahmen und schlussendlich auch (wie auch vor Corona) von vollen Campingplätzen und Touristen-Hotspots in Deutschland.

Eine positive Entwicklung in Zeiten der Pandemie ist allerdings zu erkennen: das neu gewonnene Interesse für die Natur von nebenan. Es war auch bei uns spürbar, dass Reiseziele in Deutschland hoch im Kurs standen. Hierbei prallen häufig allerdings mehrere Probleme aufeinander: die besten Campingplätze in den beliebtesten Regionen sind meistens Monate im Voraus ausgebucht und in der Regel nur per umständlicher Telefon- oder Emailanfrage buchbar, andererseits stehen auf klassischen Caravan-Stellplätzen oftmals die großen Wohnmobile („das weiße Gold“) dicht an dicht und lassen wenig Naturstimmung aufkommen. Die alternative Lösung des Übernachtens auf Parkplätzen, am Waldesrand oder anderswo, also das klassische „Wildcampen“, ist in Deutschland eine rechtliche Grauzone und wer schon einmal bei Dämmerungseinbruch auf die Schnelle einen schönen Standort haben wollte, wird feststellen, dass Apps wie park4night nicht nur exklusiv auf dem eigenen Smartphone installiert sind.

Also, welche Alternativen gibt es?

Die Frage wollen wir euch im Folgenden beantworten!

Landvergnügen

Das Konzept von Landvergnügen darf man mit Fug und Recht als Pionier unter den alternativen und naturnahen Stellplatzalternativen in Deutschland bezeichnen. Die Idee dahinter ist so simpel wie genial: Bauernhöfe, Landbetriebe und Erzeuger bieten Campern je nach Größe bis zu drei Stellplätze auf ihrem eigenen Grundstück an. Ihr seid dann auf den Höfen beispielweise direkte Nachbarn von Schafen, Kühen oder werdet vom morgendlichen Krähen des Hahns geweckt. Auch Hofläden, Winzer oder Brauhäuser sind unter den Stellplätzen zu finden. Die Auswahlmöglichkeit aus 828 Gastgebern (Stand Saison 2020) ist riesig. Die Vorgaben sind einfach: du meldest dich im besten Fall telefonisch vorher an und fragst, ob ein Stellplatz frei ist, reist an und darfst maximal 24 Stunden beim Gastgeber verweilen. Da die Übernachtung an sich kostenfrei ist, wird es natürlich gerne gesehen, wenn du im kleinen Hofladen oder ähnlicher Einrichtung vorbeischaust. Den Landvergnügen-Stellplatzführer kauft man zu Beginn der Saison im Frühjahr für knapp 35,- €, darin enthalten ist eine Vignette für die Frontscheibe, ein „Ausweis“ für das Portemonnaie und der Zugang zur App. Schnell sein lohnt sich, denn das Kontingent ist, man mag sagen Gott sei Dank, begrenzt. Bei CampVan sind unsere Premium-Camper mit dem Stellplatzführer ausgestattet.

Pop-Up-Camps

Weiter geht es mit dem Newcomer Pop-Up-Camps. Hier entstand die richtige Idee zur richtigen Zeit: in Zeiten überfüllter Campingplätze und einzuhaltender Abstandsregeln sollen Freiflächen durch Camper genutzt werden. Vor Allem durch die Absagen von Festivals und anderer großer Veranstaltungen blieben weitläufige Flächen in diesem Jahr ohne Nutzung und die Veranstalter ohne Einnahmen. Darunter sind beispielsweise die beeindruckende „Stadt aus Stahl“ Ferropolis in der Nähe von Dessau, wo bisher jährlich das Melt-Festival stattfand. Ob nun das großflächige Festivalgelände, das gemütliche Privatgrundstück oder neben einem ehemaligen Lokschuppen: bei Pop-Up-Camps findet jeder etwas Passendes. Und das Beste daran: mit dem Buchungskalender kannst du direkt schauen, ob ein Stellplatz zu deinem Wunschtermin verfügbar ist und ihn ohne großen Aufwand online anfragen. Schaut also unbedingt bei Pop-Up-Camps vorbei, wenn ihr auf der Suche nach spannenden, außergewöhnlichen, aber auch ruhigen Stellplätzen seid!

VanSite

Ein weiteres Start-Up, das Gastgeber in der Natur und Camper zusammenführen möchte, ist VanSite. Kostenlos anmelden, bestätigen und schon hast du Zugriff auf die Angebote von Gastgebern aus ganz Deutschland und teilweise auch schon aus den europäischen Nachbarländern. Fast wie das Airbnb für Camper, kannst du auch hier die Verfügbarkeit des favorisierten Stellplatzes online abfragen und eine Buchungsanfrage stellen, die der Gastgeber noch bestätigen muss. Bei VanSite fällt auf, dass dort hauptsächlich private Grundstücksbesitzer mit viel freier Fläche einen Stellplatz anbieten. Die Beschreibungen vieler Gastgeber klingen sehr persönlich und voller Vorfreude, Gästen ihre Region und die Schönheit der Natur vor Ort vermitteln zu wollen. Und ganz ehrlich: was kann es Schöneres geben, als mitten in der Natur zu stehen, seine Ruhe zu haben und trotzdem nicht das beklemmende Gefühl zu haben, gerade „wild zu campen“ und darauf zu hoffen, nicht vom Bauern oder Förster erwischt zu werden. Super Idee – super Umsetzung: wir können euch nur empfehlen, VanSite und die Gastgeber auszuprobieren!

Hinterland

Auch bei Hinterland werden Camper fündig, die auf der Suche nach dem etwas anderen Stellplatz sind. Dabei werden nicht nur Camper mit vier Rädern berücksichtigt, sondern auch Zeltplätze oder Unterkünfte in Baumhäusern, Schlaffässern oder auf dem Boot werden angeboten. Damit ist Hinterland auch für all diejenigen interessant, die gerne mal den Campervan für eine Nacht eintauschen. Die Auswahl ist jetzt schon beachtlich: Vom Zeltplatz auf Sylt bis zum Stellplatz im Allgäu gibt es bei Hinterland (kaum) leere Flecke auf der Deutschlandkarte. Wer also eine große Auswahl an Stellplätzen sucht, ist auch bei Hinterland bestens aufgehoben. Die Buchung der Plätze erfolgt wie bei Pop-Up-Camps oder VanSite über eine Anfrage beim Gastgeber. Wenn wir uns etwas wünschen dürften, wäre es ein Suchfilter, um beispielsweise nach Plätzen mit angebotener WC-Benutzung zu suchen. Wer die Abwechslung sucht und auch mal im Baumhaus nächtigen will, der wird bei Hinterland auf alle Fälle fündig!

Fazit

Wir hoffen, dass diese innovativen Plattformen mit ihren tollen persönlichen Gastgebern und individuellen Stellplätzen weiterhin ihren Beitrag dazu leisten, dass Camping in Deutschland bunter wird! Darüber hinaus ist es in den meisten Fällen nachhaltiger und umweltschonender, private Gastgeber aufzusuchen, als einen „wilden“ Stellplatz zu nehmen. Auch, wenn viele die goldene Regel beherzigen, einen Übernachtungsplatz nach Möglichkeit sauberer zurückzulassen als er vorgefunden wurde, gibt es leider immer noch viele Wildcamper, die sich dazu nicht verpflichtet fühlen. Wir freuen uns jedenfalls darauf, unsere Camper auf den Stellplätzen der Landvergnügen-, Pop-Up-Camps-, VanSite- & Hinterland-Gastgeber zu sehen!

Dein CampVan-Team

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